Szegediner Paprika
(Szeged Gewürzpaprika-Mahlprodukt): durch Mahlen von der am Stamm gereifte, nachgereifte, getrocknete Frucht traditionell angebauten Gewürzpaprikas hergestellt, der um Szeged unter günstigen Gegebenheiten wächst.

Urheimat des Paprikas: Süd Mexico, Mittelamerika und die Antillen Inselgruppe. Einheimische Indianer gebrauchten ihn zum Würzen und Heilen.
Christoph Kolumbus wollte durchs Meer die östlichen Gewürz-Inseln erreichen. Er brachte von der Neuen Welt keine traditionelle Gewürze, sondern – ein bisher nie gesehenes Geschenk: eine Paprikapflanze mit. Sie zierte adelige Gärten Europas, sie gelang auf Handelswege in die Türkei. Von da wurde sie durch den Balkan nach Ungarn überliefert.
In der 2. Hälfte der 1500-er Jahre hatte auch die adelige Margit Széchy eine Pflanze: roter türkischer Pfeffer im Garten (damals auch indischer oder heidnischer Pfeffer genannt). Der Name Paprika wurde zuerst im 18. Jh. erwähnt als eine Deminutivform vom süd-slawischen Namen des Pfeffers (papar), sie wurde durch den Wortgebrauch in Ungarn ein allgemein gültiges, internationales Wort.
In Szeged findet man die erste Aufzeichnung über das Wort Paprika 1748 in einem Abrechnungsbuch.
Paprika wurde in Ungarn anfangs als Arznei gegen Schüttelfrost (Wechselfieber) angewendet, später wurde er ein bestimmendes Gewürz der ungarischen Küche.

Der Paprikaanbau blieb bis zur Mitte des 19. Jh. im Rahmen der Familienversorgung, an der Wende wurde aber die Verarbeitung in Großbetrieb getrieben und der Handel war bedeutend.
Mit dem Paprikaanbau fing man in der Region von der Szeged-Unterstadt an, auf Schwarzsandfeldern, auf dem überfluteten Boden der Theiß. 1934 wurde die Szeged-Umgebung zum geschlossenen Umkreis erklärt, es war verboten, Paprika-Mahlprodukt von außerhalb dieses Gebiets als Szegediner Paprika zu verkaufen.
Die Ernte erfolgte durch Pflücken mit den Händen, das 3-4 mal wiederholt wurde. So wurde gesichert, dass die reifsten Früchte bester Qualität verarbeitet werden.
Ein, mit Szeged verbundenes Bild: Paprikakränze aus Gewürzpaprika an den Wänden der Häuser.
Die genetische Basis der einzigartigen Qualität der Szegediner Paprika bilden die veredelten, staatlich anerkannten Gewürzpaprikasorten der Szeged-Umgebung. Diese passten sich am besten an den Gegebenheiten der Gegend, da bei der Veredelung die Gewürzpaprika-Population verwendet wurde, die den Geschmack, die Aroma, die Farbe gibt und die sich in einem Jahrhundert herausbildete.

Der Szegediner Paprika verdankt seine Besonderheit dem Kümmern durch mehrere Jahrhunderte, dem angehäuften Fachwissen, der traditionellen Verarbeitung wie auch dem, dass in Ungarn die Voraussetzungen für den Wärme liebenden Gewürzpaprika günstig sind. Um Szeged gibt es bezüglich der Temperatur, der Sonne und des Regens Verhältnisse, die unter all den Gebieten für den Paprikaanbau am günstigsten sind.
Der Mensch von heute braucht besonders viel Vitamine, Antioxidanten.
Der Gewürzpaprika wird eher als Gewürz verwendet, aber die Vitamine, Antioxidanten in ihm dienen unserer Gesundheit. Der Nobelpreis von Albert Szent-Györgyi, das Vitamin C und der Szegediner Paprika sind eng mit einander verbunden, sie machten sich gegenseitig weltberühmt.
Die Farbe gebende Karotinoiden, die Provitamine, das Capsaicin, die Tokoferole im Paprikakern sind Stoffe des 21. Jh. Paprika wurde auch früher als Arznei verwendet, auch heute werden aus ihm Heilungspräparate hergestellt, auch in der Zukunft kann der Szegediner Paprika als ein, unserer Gesundheit dienendes Gewürz konsumiert werden.